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Wo liegt der Unterschied zwischen Heimatschutz und Denkmalpflege?

Denkmalpflege

Auch der Staat ist sich der Wichtigkeit kulturhistorischer Güter bewusst und hat Instrumente und Stellen geschaffen, die sich dem Erhalt und der Pflege historischer Gebäude, Siedlungen und Anlagen widmen. Es sind staatliche Fachstellen, die einen Gesetzesauftrag umsetzen. Diese Stellen werden verkürzt „Denkmalpflege“ genannt. Bei der Stadt ist die Denkmalpflege beim Amt für Städtebau im Hochbaudepartement angesiedelt. Sie führt das «Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte» und ist zuständig für die darin enthaltenen Bauten. Sie berät und begleitet Bauwillige bei Inventarobjekten und Projekten in Kernzonen und wirkt beim Baubewilligungsverfahren mit. Beim Kanton Zürich ist die Denkmalpflege beim Amt für Raumentwicklung der Baudirektion angesiedelt. Sie behandelt Bau- und Beitragsgesuche, führt die überkommunalen Inventare und ist für bauhistorische Untersuchungen, Dokumentationen wie auch die Kulturgüterschutzdokumentationen zuständig.

Heimatschutz

Unter "Heimatschutz" sind die verschiedenen, privatrechtlich organisierten Vereine gemeint, die sich ebenfalls dem Erhalt und der Pflege historischer Kulturgüter wie Gebäuden, Siedlungen, Gärten, Freiräumen, Verkehrswegen und Verkehrsmitteln usw. widmen (siehe Zweckartikel). Ihre Tätigkeiten werden durch private Mittel wie Mitgliederbeiträge, Spenden und Legate sowie durch Einnahmen durch den Verkauf von Publikationen, dem Schoggitaler uam. finanziert. Der Einsatz von vielen Freiwilligen und von ehrenamtlich geleisteter Arbeit macht es möglich, dass viele historisch wertvolle Kulturgüter erhalten bleiben. Mit dem Verbandsbeschwerderecht auf kantonaler Ebene und Bundesebene ist dem Heimatschutz zudem ein wirksames Mittel gegeben, auf konkrete Bauvorhaben Einfluss zu nehmen, leider zu diesem Zeitpunkt dann nur noch korrigierend oder verhindernd.

Fensterausschnitt Universitätsspital Zürich

Was bedeutet es, wenn eine Liegenschaft oder ein Garten "im Inventar" eingetragen ist?

Grundsätzlich wertvolle Zeugen der Bau- und Gartenkunst werden durch die Denkmalpflege inventarisiert, in das Inventar schützenswerter Bauten und Anlagen aufgenommen. Dieser Eintrag ist noch keine Unterschutzstellung, sondern nur ein Hinweis darauf, dass es sich um eine historisch wertvolle Baute oder einen schützenswerten Garten handelt. Sobald Veränderungen jeglicher Art — auch geringfügige — am Objekt vorgenommen werden, muss durch die staatlichen Stellen abgeklärt werden, welche Teile zu schützen sind. Eine Veränderung ist dann nicht oder nur beschränkt möglich und das Bauvorhaben muss in enger Absprache mit der Denkmalpflege ausgeführt werden. Es wird ein Schutzvertrag ausgehandelt oder aber eine Schutzverfügung erlassen. Möglich ist auch, dass aufgrund der Schutzabklärung die Entlassung aus dem Inventar beschlossen wird.

Sie sind Eigentümer eines inventarisierten Objekts oder wollen ein solches erwerben?

Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei der staatlichen Denkmalpflege, welche Umgestaltungsmassnahmen möglich sind. Der ZVH verfügt auch über ausgewiesene Fachleute, die in solchen Fällen beraten und Tipps geben sowie für Umbauten herangezogen werden können. Die konkreten Bedingungen sind mit diesen Fachleuten zu besprechen. Gerne geben wir Ihnen auf Anfrage die Adressen weiter.

 

Autorin: Barbara Truog, Präsidentin SZH

Spenden und Legate

Spenden
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Wussten Sie, dass Spenden an gemeinnützige Organisationen bei den Steuern abgesetzt werden können? Wir werden Ihnen jeweils Anfang Jahr eine Spendenbescheinigung zukommen lassen.

Legate
Heimat erfahren. Heimat bewahren.
Mit einem Legat für den Zürcher Heimatschutz oder mit einer Erbeinsetzung schaffen Sie ein bedeutendes Denkmal für kommende Generationen.
Immer mehr werden gemeinnützige, ideell tätige Organisationen bei der Erstellung eines Testamentes berücksichtigt. Falls Ihnen dieser Gedanke gefällt und Sie mehr wissen möchten, nehmen Sie bitte mit der Geschäftsstelle des Zürcher Heimatschutzes persönlich Kontakt auf.