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Aktuell

Montag, 25. März 2019: Podiumsdiskussion des Zürcher Heimatschutzes zum Thema «Verdichtetes Bauen in Gebieten mit geschützten Bauten»

Gegenwärtig sind im Parlament zwei parlamentarische Initiativen der Zürcher Nationalräte Egloff und Rutz hängig. Die zuständige Kommission des Nationalrates hat mit 12 gegen 11 Stimmen bei zwei Enthaltungen beschlossen, auf diese einzutreten. Die Sache ist also hoch umstritten. Worum geht es? Beide Vorstösse fordern, dass bei Bauvorhaben die Anliegen der Verdichtung und andere «öffentliche» Interessen (was immer das sein mag) gegenüber dem Ortsbildschutz Vorrang haben sollen. Die Folgen für die Stadt- und Ortsbilder werden dramatisch sein. Dieses Thema wird den Heimatschutz in Zürich und anderswo in den nächsten Jahren sehr stark fordern. Dies ist ein Grund, weshalb wir Ihnen, liebe Mitglieder, und auch weiteren Interessierten die Gelegenheit geben möchten, sich direkt mit den gegensätzlichen Standpunkten vertraut zu machen.

Der öffentliche Anlass findet am Montag, den 25. März 2019, im Haus Hirschengraben 50, Zürich (Nähe Central) statt, von 19.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr.

Es referieren unter der Leitung von Dr. Felix Müller (früher Chefredaktor NZZ am Sonntag):
Prof. Dr. Arnold Marti (Uni Zürich, ISOS-Spezialist)
Nationalrat Hans Egloff (SVP, Hauseigentümerverband, Initiant) und
Prof. Martin Killias (Präsident Heimatschutz).


8. März 2019: Tagung zum Recht des Heimatschutzes und der Denkmalpflege

Unterschutzstellung im Recht der Denkmalpflege und des Heimatschutzes
Datum 8.03.2019, 09:00 – 12:20 Uhr mit anschliessendem Stehlunch


Aula Volkartgebäude, St.-Georgen-Platz 2, Winterthur


Unterschutzstellung
Mit der Unterschutzstellung soll ein Denkmal vor Beeinträchtigungen geschützt werden. Zugleich wird das Eigentum eingeschränkt, was insbesondere zu Entschädigungen führen kann. Wann ist eine Unterschutzstellung gerechtfertigt, wie hat sie zu erfolgen, damit sie ihren Zweck – den dauernden Erhalt des Denkmals – erreicht und wie ist mit politischen Stolpersteinen umzugehen? Die halbtägige Veranstaltung geht diesen Fragen aus einer interdisziplinären Sicht nach.

Die Tagungsreihe
Heimat ist der Ort, an dem man sich niederlässt und zu Hause fühlt. Denkmal bedeutet Gedächtnishilfe und Erinnerungszeichen. Das Recht schützt diese ideellen Werte und schränkt damit das private Eigentum und die Möglichkeiten behördlicher Raumgestaltung ein. Dennoch geraten heute Heimat und Denkmale immer stärker unter Druck – im Kontext von Bauboom, Verdichtung und jüngst der  Energiewende. Konflikte in konkreten Fällen nehmen zu. Die Tagungsreihe der ZHAW setzt sich zum Ziel, wichtige aktuelle Fragen aus diesem Kontext fächerübergreifend zu thematisieren und so zu einem Recht des Heimatschutzes und der Denkmalpflege beizutragen, das unserer Gesellschaft und zukünftigen Generationen gerecht wird.
Programm (PDF 422,9 KB)

Veranstalter
Das Zentrum für Öffentliches Wirtschaftsrecht widmet sich der Vielfalt von Verknüpfungen von Staat und Wirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Besondere Aufmerksamkeit schen­ken wir den neuartigen Verwaltungstätigkeiten: Die Staatsverwaltung begegnet
der Wirt­­­schaft heute nicht nur hoheitlich, sondern erfüllt ihre Aufgaben auch unter Einbezug von Leis­tungen Privater. Sie kauft zum Beispiel Leistungen auf dem Markt ein, kooperiert mit pri­vaten Unternehmen und kann selbst wirtschaftliche Tätigkeiten erbringen.

Kosten:
Der Tagungsbeitrag beläuft sich auf CHF 135.– (inkl. Stehlunch) pro Person.
Anmeldung: Link
Die Veranstaltung ist öffentlich.


ISOS in der Bau- und Zonenordnung: Vergleich mit der Stadt Zürich

Die Stadt Zürich will das Bundesinventar ISOS ernst nehmen und hat in einem aktuellen Vergleich mit dem Heimatschutz eine einvernehmliche Lösung gefunden. Der Schweizer Heimatschutz sieht dies als deutliches Zeichen, dass die wiederholten massiven politischen Angriffe im eidgenössischen Parlament auf das Bundesinventar und die Ortsbildpflege ungerechtfertigt und sachlich falsch sind.

SHS Medienmitteilung

ZVH Medienmitteilung


Keine Solaranlagen ohne Rücksicht auf die Baukultur

Der Zürcher Heimatschutz hat erstmals einen Rekurs gegen eine Solaranlage auf einem inventarisierten Doppelbauernhaus in Wil, Rafzerfeld, durchgefochten und in einem grundsätzlichen Punkt Recht erhalten: Photovoltaikanlagen auf Inventarobjekten können fortan nicht mehr mit der einfachen Begründung einer guten Einordnung durchgewinkt werden: Im Fall des Bauernhauses in Wil wurde der Gemeinderat  darauf verpflichtet, zur Abklärung des Eigenwerts sowie des Situationswerts und  angesichts der Bedeutung des Gebäudes für das Ortsbild eine Fachperson beizuziehen bzw. ein Fachgutachten einzuholen. Aus dem erfolgreichen Rechtsweg bis vor Bundegericht ist zu schliessen, dass es für Solaranlagen auf inventarisierten Objekten eine unabhängige  Fachbegutachtung braucht.
Medienmitteilung 4. Dezember 2018


Erfolg des Zürcher Heimatschutzes - Meilener Schulhaus wieder im Schutzinventar

Der Zürcher Heimatschutz ZVH hat einen Rekurs erfolgreich durchgefochten: Der Gemeinderat von Meilen hat das einstige Sekundarschulhaus des Architekten Robert Zollinger unlängst wieder ins kommunale Schutzinventar aufgenommen. Die Inventarentlassung hatte vor dem Baurekurs-gericht keinen Bestand. Der ZVH freut sich über diesen Entscheid und mit ihm sicher auch die vie-len, die in diesem Sommer gegen einen möglichen Abbruch des Schulhauses öffentlich und beim ZVH telefonisch protestiert hatten.
Medienmitteilung vom 18. Dezember 2018

Der Gemeinderat von Meilen hatte das alte Schulhaus (1910) im Meilener Dorfkern aus dem Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte entlassen. Der Entscheid hat das Telefon beim Zürcher Heimatschutz ZVH heisslaufen lassen. Das Schulhaus an der Schulhausstrasse 23 ist ein wichtiger Bauzeuge des schweizerischen Heimatstils und Werk eines bedeutenden Architekten. Der Vorstand des ZVH hat gegen die Inventarentlassung Rekurs erhoben. Medienmitteilung

 

 


Verhindert die Energiewende den Denkmalschutz?

An der Veranstaltung des Zürcher Heimatschutzes ZVH zur Bedeutung der Energiewende für den Denkmalschutz kamen die Teilnehmenden in den Genuss eines spannenden Referats des Architekturhistorikers Reto Bieli von der Kantonalen Denkmalpflege Basel-Stadt. Er plädierte für eine ganzheitliche und nicht ausschliesslich ästhetische Herangehensweise an die für die historische Bausubstanz brisante Thematik, beispielsweise im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen an oder im Umfeld von geschützten Bauten. Lesen Sie selbst!

> Wie gelingt die Energiewende aus Sicht der Denkmalpflege? Methodische Überlegungen von Reto Bieli


Vernehmlassung zum neu vorgeschlagenen § 67a PBG

Vernehmlassungsverfahren betreffend "Planen und Bauen im Uferbereich von Seen": Der Zürcher Heimatschutz hat die Vorlage eingehend geprüft und der Baudirektion des Kantons Zürich am 28. Juli 2017 Vorschläge und Kommentare zukommen lassen.

> Stellungnahme des ZVH zum Vernehmlassungsverfahren an die Baudirektion des Kantons Zürich

Seeufer in Zollikon. Bild: Carophoto

Spenden und Legate

Spenden
Der ZVH ist für seine Tätigkeit auf finanzielle Mittel Privater angewiesen. Auch die kleinste Spende ist willkommen!

Spenden erreichen uns am einfachsten über unser Spendenkonto

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IBAN CH15 0900 0000 8000 2755 2

mit dem Vermerk "Spende".

Wussten Sie, dass Spenden an gemeinnützige Organisationen bei den Steuern abgesetzt werden können? Wir werden Ihnen jeweils Anfang Jahr eine Spendenbescheinigung zukommen lassen.

Legate
Heimat erfahren. Heimat bewahren.
Mit einem Legat für den Zürcher Heimatschutz oder mit einer Erbeinsetzung schaffen Sie ein bedeutendes Denkmal für kommende Generationen.
Immer mehr werden gemeinnützige, ideell tätige Organisationen bei der Erstellung eines Testamentes berücksichtigt. Falls Ihnen dieser Gedanke gefällt und Sie mehr wissen möchten, nehmen Sie bitte mit der Geschäftsstelle des Zürcher Heimatschutzes persönlich Kontakt auf.

Wo liegt der Unterschied zwischen Heimatschutz und Denkmalpflege?

Weitere Informationen

Drei gute Gründe für eine Mitgliedschaft

Als gemeinnütziger Verein, der sich für den Schutz unseres baukulturellen Erbes und einen respektvollen Umgang mit diesem engagiert, sind wir auf Mitgliederbeiträge und Spenden angewiesen. Wir würden uns freuen, Sie als neues Mitglied des Heimatschutzes begrüssen zu dürfen.
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Geschichten von baukulturellen Zeitzeugen

Der Zürcher Heimatschutz führt Fälle betreffend Schutzobjekte und Zeitzeugen. Ohne dieses Engagement würden viele Zeitzeugen nicht mehr stehen. Leitbild

Hier finden Sie Beispiele von Zeitzeugen, für die sich der ZVH einsetzt.
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Sie erachten ein Objekt als schützenswert – Was tun?

Wenn Sie ein Objekt – sei es ein Haus, einer Häusergruppe, ein Garten oder Park - feststellen, das Sie als schützenswert erachten, empfehlen wir Ihnen folgendes Vorgehen:

  • Auf der örtlichen Gemeindeverwaltung des Objektes, können Sie in Erfahrung bringen, ob die entsprechende Gemeinde über ein Inventar der schutzwürdigen Objekte verfügt. Falls eines besteht, lassen Sie sich davon eine Kopie geben. Gleichzeitig können Sie die Kataster Nr. und die Versicherungsnummer für die Liegenschaft des schutzwürden Objektes erfragen.
  • Bitte erstellen Sie einige Fotos des schutzwürdigen Objektes.
  • Anschliessend können Sie uns die genaue Adresse, allfällige Unterlagen von der Gemeinde und die Fotos senden an: ZVH, Neptunstrasse 20, 8032 Zürich oder an info(at)heimatschutz-zh.ch

Unsere Fachleute werden die Unterlagen prüfen und eine Besichtigung vor Ort durchführen, bevor ein allfälliges Schreiben an die Behörden verfasst wird. Selbstverständlich sichern wir Ihnen zu, Ihren Namen und Adresse dabei nicht zu verwenden.